WinTouch Test: HP Spectre 13 Ultrabook

 Highend-Edelflunder von HP mit 2K Auflösung, Touchscreen und einem schicken Alukleid bei uns im Test

Als ich die Produktbeschreibung des HP Spectre 13 gelesen hatte, war ich schon voller Vorfreude auf das, was da von HP kommen sollte. Ein 13,3“ Ultrabook mit Haswell i7, 8GB RAM, 256er SSD und einem Touchmonitor mit 2560 x 1440 Pixeln Auflösung und das alles in einem Aluminium Vollgehäuse mit einem Beats Audio™ Logo, was auf eine Besonderheit der Audiowiedergabe hinweisen soll. Hoffentlich, so dachte ich, ein Ultrabook welches einem MacBook Pro paroli bieten kann. Um es vorweg zu nehmen, ich wurde nicht enttäuscht.HP Spectre 13 - Verpackung (Groß)

Erstkontakt – Angefasst

Das HP Spectre 13 kommt in der offensichtlich aktuellen Verpackungsform eines festen und edel aussehenden Kartons mit Vollflächendruck und dem offensichtlich gerade modernen umlaufenden Spalt. Nach dem Lüften des Deckels erblickt man die bräunlich glänzende Oberfläche des Truffle-Brown genannten Deckels des HP. Sehr schön, schießt es einem sofort durch den Kopf – mir zumindest und fast Jedem, dem es vergönnt war, das Spectre in natura zu sehen. HP Spectre 13 - first view (Groß)Der Rest in der edlen Verpackung ist dagegen eher ernüchternd – eine Schnellanleitung, Garantiepapiere und ein Netzteil – Ende. Keine Adapter für ein LAN, oder einem normalen Display Port oder sonstiges Zubehör, keine Treiber-CD, kein Recoverymedium. Bei einem Anschaffungspreis von 1339€ hätte man ja so was dazu packen können. Aber kommen wir zurück zum Spectre 13. Nach dem Entfernen der Schutzfolien erstrahlt dann das Gerät in seiner ganzen Pracht, und das ist es in der Tat. Bevor man nun das Gerät in Betrieb nimmt, kommt erst einmal die optische und haptische Kontrolle des Gerätes. Man möchte die Verarbeitungsqualität erfühlen und die ist bestechend. Das gebürstete Aluminium ist sehr sauber gefräst, die Kanten sind gerade so entgratet, dass sie nicht mehr scharf sind aber nicht rund wirken um den optischen Eindruck der scharfen Kanten nicht zu verlieren. Dabei sticht ein weiteres Edelmerkmal des Spectre 13 ins Auge – Die Tasten. Auch diese sind beim Spectre 13 aus Aluminium mit Beleuchtung. Damit die Buchstabenkennungen auch leuchten, muss bei jeder Taste die Kennung mit einem Laser ausgeschnitten werden und die entstandenen Lücken mit einem lichtdurchlässigen Polymer gefüllt werden. Jede Unregelmäßigkeit würden unsere Fingerkuppen sofort ertasten… ich konnte nicht eine Feststellen.

Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, was in der Aluminiumlegierung zur Herstellung des HP’s beigemengt ist um den Farbton zu erzeugen, welches das HP-Silber so weich und etwas bronze-like erscheinen läßt, welches die gesamte Tastaturebene bis hin zum TouchPad ziert.

Die Draufsicht auf das geöffnete Spectre

Die Draufsicht auf das geöffnete Spectre

Die Geräteoberseite und die Unterseite sind in Truffle-Brown gehalten. Es macht den Eindruck, als sei die Farbe eloxiert, aber HP wollte mir keine Auskunft darüber erteilen ob es eloxiertes oder lackiertes Aluminium ist. Einen Kratztest habe ich aus verständlichen Gründen nicht angewandt. Im Gesamteindruck unterscheidet es sich dadurch aber deutlich zu einem MacBook Pro oder Air obwohl sich die Geräte sonst sehr ähnlich sind.

Beim anmutigen Anfassen und kontrollieren sehen wir auch mit welchen Anschlüssen das HP Spectre 13 ausgestattet ist. An der linken Gehäuseseite finden sich exakt ausgefräste Öffnungen für einen SD-Kartenleser, eine 3,5mm Combo-Klinkenbuchse für Kopfhörer und Microfon – diese dient sowohl als Audioausgang als auch als Microfoneingang, ein USB 3.0 Anschluss und die Öffnung für die Diebstahlsicherung sowie einer Kontroll-Leuchtdiode für die Festplatte. Auf der rechten Seite finden wir einen weiteren USB 3.0 Anschluss sowie einen Mini Display Port, einen Full Size HDMI-Anschluss, die Netzteilbuchse und  eine Netzteilkontrolldiode (zeigt an ob geladen wird, oder ob der Akku voll ist).

Auf der Unterseite sind außer den vier in Gehäusefarbe gummierten Standfüßen nur die Schlitze für die Kühlung und die Bohrungen für die Lautsprecher zu sehen. Auch von Unten sieht das HP einfach gut aus. Macht aber auch sofort klar, dass hier nicht ohne Weiteres an die Innereien zu kommen ist, also auch kein austauschbarer Akku. Glücklicherweise ist aber die gesamte Unterseite mit 8 Torxschrauben zu entfernen. Damit hält sich der Aufwand in Grenzen um an das Innenleben zu gelangen.

 

Erstbetrieb

Deckel aufgeklappt und den Powerknopf gedrückt….. nach etwa 8 Sekunden strahlt mich der mit 2560 x 1440 Pixeln hochauflösende Bildschirm an, der auch noch volle 10 Finger-Touch-Eingabe unterstützt.  Natürlich habe ich das lokale HP-Demo Konto gleich mit meinem Ersetzt und in wenigen Sekunden waren meine Einstellungen, Konten, Adressen, Apps etc. synchronisiert. Es wird meines Erachtens nach gar nicht oft genug herausgestellt, wie gut das mit Windows 8 funktioniert.  Als Fan von Windows 8 – hier läuft bereits Windows 8.1  – dachte ich über den Touchscreen: „Prima, dann geht so manches ja noch einfacher“ und dann ist mir das TouchPad erst richtig aufgefallen. Hmm, es ist wesentlich breiter als üblich und zudem sind die Ränder links und rechts in einem leicht veränderten Farbton…. Ich, eigentlich kein Freund von Bedienungsanleitungen,  wollte aber dann doch mal nachlesen, was es damit auf sich hat. Gut so! Zeigt sich doch, dass dieses TouchPad auf die Gestensteuerung von Windows 8 hin optimiert wurde. Das ist, zugegebenermaßen, in der Praxis erst mal gewöhnungsbedürftig. Hat man es aber mal verinnerlicht, hofft man nur, dass zukünftig alle TouchPads für Windowsgeräte so einen Funktionsumfang beherrschen. Mit diesen Bereichen an der Seite des TouchPads lassen sich die Charmbar der rechten Seite und die Multitasking/Multiwindowoptionen steueren. Das, was mit den Fingern auf dem Touchscreen so wunderbar funktioniert, sofern man sich natürlich vom gewohnten Mausverhalten lösen kann, war auf einem Laptop mit Touchpad ohne diese Gestensteuerungsmöglichkeit doch eher verwirrend. Mit dieser Form der TouchPad-Steuerung erschließt sich Windows 8 viel einfacher. Scrollen mit 2 Fingern, App schließen mit 3 Fingern etc. sind Gesten, die einen völlig unverkrampften Umgang mit Windows 8 ermöglichen. Kein mühseliges Anklicken oder halten eines Scrollbalkens mit dem Mausklick des TouchPad – 2 Finger auf das Pad und horizontal als auch vertikal scrollen… pinch to Zoom, also mit den öffnenden Fingern vergrößern und verkleinern, Bilder drehen (wo diese Funktion unterstützt wird), App wechsel usw.. Alles möglich, wirklich überraschend gut. Es ist das erste mal, dass ich auf einem Ultrabook die Maus nicht vermisse.

Und wenn wir schon auf dieser Ebene sind, können wir auch gleich die Tastatur betrachten. Mit einer Hubhöhe von gerade mal etwas über 1mm werden Vielschreiber und die 10-Fingerschreiber so ihre Bedenken haben. Dem kann ich nicht zu 100% widersprechen, es schreibt sich jedoch sehr sehr angenehm, die Tasten haben auch eine einen fühl-, aber Gott sei Dank nicht hörbaren „klick“ ein haptisches Feedback, welches die Maschinenschreiber zu schätzen wissen. Auffällig und gut gelöst ist hier, dass die F-Tastenreihe standardmäßig nicht die F-Funktionen auslösen, sondern die, die sonst als Alternativfunktion darunter liegen, im Normalgebrauch aber eher genutzt werden. Heller, dunkler, lauter, leiser, wlan, play, stumm etc. und hier im Besonderen die Tastaturbeleuchtung. Zudem fühlen sich die Alutasten weicher an, als man dies glauben würde ob der Tatsache, dass man ja auf einem Metall herumdrückt. Und es unterstreicht den eh schon enorm edlen Eindruck dieses Gerätes. Verfechtern der IBM-Kugelkopftschreibmaschine mit einem Tastaturhub von nahezu einem Zentimeter mag das nicht genügen, ein Ultrabook will und kann aber auch kein Sekretär(in)-Werkzeug sein. Schon das Vorhandensein eines Touchpads an der Stelle wo der Daumenballen aufliegt, würde eine(n) Sekretär(in) zur Verzweiflung bringen, zumal ein einfaches Deaktivieren des Touchpads die Hersteller irgendwie nie in Betracht zu ziehen scheinen.

Bildschirm

Zum Bildschirm – ein etwas despektierlicher Begriff für ein QHD Screen mit Touch – Dazu lässt sich eigentlich nur eines sagen: Hervorragend.

Natürlich wollen wir dies hier aber näher betrachten. Mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln (ergibt eine Pixeldichte von 221 ppi – Das ist richtig hoch!) ist der 13,3 Zoll große Bildschirm ein klare Ansage in Richtung MacBook Pro Retina. HP gibt für den Bildschirm eine maximale Helligkeit von 400 cd/m² (Candela pro Quadratmeter – 1cd entspricht in etwa der der Leuchtkraft einer Kerze) an, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln war ich nicht in der Lage mehr als 360 cd/m² zu messen, was aber völlig ausreichend ist, um auch in heller Umgebung ein sattes Bild darzustellen. Stellt sich die Frage ob das QHD ein echter Vorteil ist. Und hier ist es für mich schwer, eine klare Meinung zu beziehen. Stelle ich ein 13″ Full HD Notebook neben das HP Spectre 13, öffne die gleiche Anwendung, sehe ich nicht wirklich einen Unterschied. Ja, ich kann ihn messen, und obwohl bei einem Full HD Display gleicher Größe die Pixeldichte  „nur“ 166 ppi beträgt, kann ich nur mit einem Vergrößerungsglas das feinere und schärfere Kantenbild erkennen, aber mit bloßem Auge sehe ich da einfach keinen oberflächlichen Unterschied. Ich muss mich darauf konzentrieren Unterschiede festzustellen. Was gleich gefällt, ist der Eindruck von tiefem Schwarz in der Darstellung des IPS-Panels. Dazu kommt eine ausgewogene Farbdarstellung und ein breiter Betrachtungswinkel, es bedarf schon eines extremen Winkels horizontal  als auch vertikal um eine Farbverfälschung zu provozieren. Der Preis der Brillanz ist hier wie bei den Meisten die hohe Spiegelneigung des Glases.

Auffälligster Unterschied ist erst mal die Zoomstufe….. die liegt Standardmäßig beim Spectre 13 bei 200%. Das ist OK für alle Programme die ordentlich skalieren können. Die, die es nicht können sehen entweder einer winzigen oder einer grobpixeligen Zukunft auf dem Gerät entgegen. Office 2013 hat damit keine Probleme, der Internetexplorer auch nicht und nicht zufällig ist auf dem Gerät Lightroom 5 (64Bit) vorinstalliert, denn im Gegensatz zu älteren Photoshop oder Corel Versionen skaliert Lightroom recht sauber. Wer also mit älterer Software arbeitet sollte sich diese erst einmal auf einem 13,3″ Monitor in der Auflösung ansehen. Das Verändern der Auflösung in den Einstellungen ist keine befriedigende Lösung, auch dann nicht, wenn man die Zoomstufe entsprechend anpasst. Eigentlich sagt mir mein Verstand, dass das Hochauflösende Display auch bei geringerer Auflösung das bessere Bild erzeugen müsste als ein auf diese Auflösung begrenztes Pondont. Mag sein, dass ich es mir einbilde, denn es bleibt ja ein subjektiver Eindruck, aber wenn Full HD die native Auflösung ist, scheint es besser auszusehen als eine native Auflösung von 2560 x 1440 die auf 1920 x 1080 eingestellt ist. Vielleicht sehe ich ja aber auch nur Gespenster.

Bleibt noch die Touchfähigkeit des Bildschirms. Unterstützt werden 10-Finger Eingaben. Nun gelte ich ja als großer Befürworter der unterschiedlichsten Konzepte für Ultrabooks, Tablets, All in Ones etc., so dachte ich auch hier, dass ich sicherlich ein Anwendungsszenario entdecke, bei dem die Touchfähigkeit des HP seine Stärke zeigen könnte. Ich muss gestehen, so ganz will mir das nicht gelingen. Natürlich bedienen sich auf Touch optimierte Anwendungen aus dem Store mit dem Touchscreen besser, es stellt sich dann aber die Frage ob der/die, der/die sich ein Ultrabook ohne explizite Tabletfunktion ein ernsthaftes Interesse an solchen „Apps“ hat, vor allem wenn sich der Touchscreen nur um 135° nach hinten drehen lässt, was einer reinen Touchbedienung entgegenspricht. Und würde er dann nicht eher zu einem Detachable – also einem Gerät, bei dem der Touchscreen abnehmbar ist oder ein Convertible bei dem das Ultrabook zu einem Tablet „gewandelt“ werden kann, greifen? Wie dem Split x2, welches wir bereits vorgestellt haben, oder dem Spectre x2. Nun, diese Frage bleibt wohl unbeantwortet. Das Spectre 13 hat einen Touchscreen, also verwendet man ihn auch hin und wieder.

 

Innereien und Besonderheiten

Kommen wir zu den Innereien und den Besonderheiten wie der Beats Audio™ Integration.

Untergebracht sind die inneren Werte in einem 32,4 x 22 x 1,5cm schlanken Aluminiumgehäuse, der Bildschirm wird von einer Gorilla-Glasscheibe geschützt. Mit einem Gesamtgewicht von 1480g, darf man das Spectre 13 guten Gewissens als „leicht“ bezeichnen. Natürlich gibt es Geräte mit einem geringeren Gewicht, aber da hier alles Metall und Glas ist, es sich um ein leistungsfähiges Ultrabook handelt, halte ich die Bezeichnung für völlig gerechtfertigt.

Als Betriebssystem fungiert Windows 8.1 in der 64Bit Version. Angetrieben wird das HP Spectre 13 von einem Intel i7 Haswell Dual-Core Prozessor, dem 4500U. Dieser Taktet mit 1,8Ghz und schafft bis zu 2,4Ghz im Turbo Modus bei Auslastung beider Kerne und dem Hyperthreading (vier virtuelle Kerne). Theoretisch leistet der 4500U bis zu 3,0 Ghz im Turbomodus, doch weder mit Cinebench noch mit einem Stresstest waren der CPU mehr als 2,7 Ghz zu entlocken. Hier scheint HP darauf aus zu sein, die Temperatur in Grenzen zu halten, trotz oder gerade wegen der von HP „CoolSense“ genannten Temperaturüberwachung. Unterstützt wird das Ganze von 8GB DDR3L SDRAM und einer HD 4400 Grafikeinheit diese taktet mit bis zu 1.100Mhz-. Jedoch verfügen on Board Grafiklösungen wie die Intel HD Grafik über keinen eigenen Speicher, was bedeutet, dass sich die Grafikeinheit beim Arbeitsspeicher bedient.  Als Fest-Speicher stehen dem Spectre 13 entweder 256 GB oder 512 GB in Form einer SSD zur Verfügung. Uns steht das Exemplar mit 256 GB SSD zur Verfügung, wovon 13,2 GB in einer Recoverypartition angelegt sind und für die Hauptpartition 216 GB beschreibbarer Bereich bleiben. Von den 216 GB bleiben dem Nutzer etwa 175 GB zur freien Verfügung. Der Radiance-QHD Touchscreen mit einer Diagonalen von 33,8cm (13,3“) und LED-Hintergrundbeleuchtung löst 2560 x 1440 Bildpunkte auf und unterstützt volle 10-Finger Eingabe. Für die Multimediaeigenschaften zeichnet Beats Audio™ verantwortlich. Es gibt eine Full HD auflösende HP TrueVision Webcam mit zwei Array-Microfonen. Für Konnektivität sorgen Wlan mit 802.11ac – das Intel AC 7260 Gigabit Modul funkt im 2,4 Ghz als auch im 5 Ghz Band. Bluetooth 4.0+ HS mit WiDi Unterstützung, HDMI, USB 3.0, Mini Display Port, 2in1 Lesegerät für SD-Karten. Mit Energie wird das Spectre von einem 4-Zellen Lithium-Ionen-Polymerakku versorgt, dieser wird von dem beiliegenden Netzteil mit einer Leistung von 45 W wieder mit Strom versorgt. Damit das gute Stück vor fremder Nutzung geschützt ist, gibt es ein Steckplatz für ein MicroSaver-Schloss (Kensington etc.)

HP liefert das Spectre 13 mit einiger Software aus.

  • HP Registration für Windows® 8
    Kurzanleitung mit Windows® 8
    HP Utility Center
    HP Recovery Manager (Wiederherstellungspartition, Tool zur Erstellung eines Wiederherstellungs-USB/Flash-Mediums)

Vorinstallierte Software

  • Windows Store
    CyberLink YouCam DE
    Beats Audio™ mit SRS 3D
    Adobe Photoshop Lightroom 5
    HP Connected Photo
    HP CoolSense
    Adobe Reader
    HP Connected Music
    Box (50 GB freier Cloud-Speicher)
    Monopoly
    Klassische Brettspiele
    Musikinstrumente

Beats Audio™ mit SRS 3D

Das Beats Audio™ Logo prangt links oben am Bildschirm des Spectre 13. Schon auf dem Karton wird auf den Umstand hingewiesen, dass hier irgendwas von Beats Audio™ am werkeln ist. Mir war es nicht möglich in Erfahrung zu bringen, ob nur die Audiosteuerungssoftware von Beats Audio stammt, oder ob auch die verbauten Lautsprecher von oder mit Beats Audio™ entstanden sind. Wunder erwarte ich schon wegen der Bauhöhe und dem einfach fehlenden Resonanzraum in einem Ultrabook nicht, dennoch erwarte ich ein deutliches hörbares Argument für die exponierte Darstellung des Beats Audio™ Logos. Zusätzlich kommt die SRS 3D™ Technologie (Sound Retrieval System) zum Einsatz, dabei handelt es sich um den simulierten 3 dimensionalen Raumklang mit nur 2 Lautsprechern. Um es kurz zu machen, ja, das Spectre 13 klingt gut. Es entwickelt ein ansprechendes Klangbild mit einem wahrnehmbaren Bass und sauberen höhen. Die Beats Audio Software lässt auch jede Menge Einstellmöglichkeiten zu und man kommt nicht umhin sich ein wenig zu wundern wo dieser raumfüllende Klang herkommt. Ratsam ist es, die Lautstärke bei etwa 90% zu belassen. Die letzten 10% sind nur zu empfehlen, wenn mit dem Equalizer der Sound genau auf das Medium abgestimmt ist um unschöne Verzerrungen zu vermeiden, die sich oberhalb der 90% gerne einstellen. Es ist nun aber nicht so, dass das nun so was völlig außergewöhnliches sei, die XPS-Geräte von Dell bspw. haben meines Erachtens nach einen noch satteren Sound – ohne Beats Audio™. Wo das Beats-Audio-Soundsystem im Spectre 13 klares Vorzeigepotenzial hat, ist bei der Audioausgabe via Kopfhörer. Entsprechende Kopfhörer vorausgesetzt, entwickelt die Software einen unglaublichen Dynamikumfang, da prangert das Logo von Beats Audio™ zurecht auf dem Gerät. Bei der Lautsprecherwiedergabe muss ich gestehen, hatte ich mir mehr vorgestellt, im Vergleich zu den üblichen Blechdosenklängen der meisten Notebooks ist der Klang des Spectre 13 aber ausgezeichnet.

 

Adobe Photoshop Lightroom 5

 HP spendiert dem Käufer eines HP Spectre 13 die Vollversion von Adobe Photoshop Lightroom 5. Die 110€ teure Software dient HP hier wohl mehr als Demonstrationswerkzeug um den QHD Screen auch einigermaßen Sinnvoll nutzen zu können. Fotos sind nun mal die einzigen Medien, welche Otto Normalverbraucher in hoher Auflösung hat und nutzt und somit von dem hochauflösenden Bildschirm profitieren kann. Die, ich sag mal, semiprofessionelle Fotosoftware kann bei geübtem Umgang ein sehr mächtiges Bildbearbeitungs- und Verwaltungstool sein. Derartige Dreingaben würden wir uns mehr wünschen, gerade bei so hochpreisigen Gerätschaften.

 

 HP Connected Music

Im Spectre ist standardmäßig eine Musikstreamingverwaltung integriert, die HP Connected Music heißt. Dabei handelt es sich aber nicht um einen eigenen Streamingdienst von HP,  sondern um eine Softwareumgebung in der sowohl die eigenen Musikbibliotheken (auch iTunes) als auch die Contentangebote von Rhapsodie, DEEZER, tunein und 7digital verwaltet und wiedergegeben werden können. Die beste Anwendung innerhalb von Connected Music ist für mich das Rippen im Format FLAC. Den Audiophilen ist das Free Lossless Audio Codec Verfahren natürlich ein Begriff. FLAC ist ein Datenkomprimierungsverfahren für Musik und zählt zu den sogenannten „Verlustfreien Codierungsverfahren“. Beliebt ist dieses Format vor allem bei denen, die das warme Klangspektrum einer analogen Langspielplatte lieben und dies bei einer CD , die WAVE-Dateien enthält oder beim  gängigen MP3, MP4 Format vermissen. FLAC ist in der Lage, diesen analogen Klang digital abzubilden. Leider sind noch nicht viele Wiedergabegeräte in der Lage, mit FLAC-Audiodaten umzugehen.

 

BOX™ & CoolSense™

Für den Onlinespeicherdienst box.net legt HP bei Anmeldung über das Spectre  13 ein Volumen von 50GB bei. Da box ein Browserbasierter Speicherdienst ist, ist der Account natürlich von jedem Gerät aus nutzbar.

„CoolSense“ nennt HP die Regulierungssoftware für die Lüftersteuerung. Nun, diese lässt sich an oder ausschalten. Was macht CoolSense? Laut HP geht es darum, die Lüftersteuerung den Gegebenheiten anzupassen, sprich, eine unterschiedliche Nutzung (mobil oder stationär) braucht/kann einen veränderten Einsatz der Lüfter notwendig machen. Da es sich um ein Gerät im Alumantel handelt, möchte HP das Spectre 13, wenn es mobil genutzt wird sofort kühlen sobald das Gehäuse wärmer wird, um „die Oberflächentemperatur ihres Notebooks in einem angenehmen Bereich zu halten“ wohingegen das Spectre im stationären Einsatz (also auf dem Tisch) auf der Unterseite wärmer werden kann ohne das die Lüfter stören. Die Theorie scheint mir plausibel, nur im Praxisbetrieb konnte ich bisher keinen wirklichen Unterschied feststellen. Festzuhalten bleibt, dass die Lüfter im Normalbetrieb eher selten anspringen, dann aber doch recht heftig. Man könnte den Eindruck gewinnen, die Lüfterelektronik ist nicht im Stande die Lüfter „hochzufahren“ also langsam anzufangen und die Leistung hochzufahren. Sie scheint nur „herunterregeln“ zu können, also mit Volldampf anfangen um dann die Leistung herunterzufahren. Was mit Unter zu der einen oder anderen Schrecksekunde führt wenn man gerade in ruhiger Umgebung konzentriert schreibt und die Lüfter urplötzlich mit voller Leistung anspringen. Gottlob ist das Lüftergeräusch nicht unangenehm.

 

Illumination

Die Tastatur des Spectre verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung. Diese erstreckt sich sowohl auf die Umrandung der einzelnen Tasten als auch auf die Bezeichnungen „auf“ den Tasten. Die Beleuchtung lässt sich manuell an- und ausschalten und ist schön gleichmäßig über das Board verteilt. Sie ist „dezent“, das sieht im Dunkeln elegant aus, ist dem Ein oder anderen aber eventuell zu dezent. Mir gefällt es ausgesprochen gut. Hier zeigen sich auch noch ein paar kleine, wie ich finde clevere, Lösungen für Status LEDs. So leuchtet das Powersymbol im Ein- und Ausknopf oder blinkt im Ruhezustand, in den Tasten für Mute (Lautsprecher Stumm) und WLAN sind Leuchtpunkte eingearbeitet die den Zustand anzeigen. So muss die schöne Oberfläche des Spectre 13 nicht noch durch Status LEDs unterbrochen werden. Was ich mir noch wünschen würde, wäre eine ebenso dezente leuchtende Begrenzung des TouchPad, gerade weil dieses ja über keine abgetrennten Tasten für Linksklick und Rechtsklick verfügt.

Beleuchtete Tastatur

Beleuchtete Tastatur

 

Akkuleistung und Benchmarks

Eine der wichtigen Fragen bei einem Ultrabook ist natürlich die Laufzeit des Akkus. Dank des Haswell i7 Prozessors der einen TDP von nur 15 Watt hat, ist dieser für den mobilen Einsatz prädestiniert. Nur ist die CPU nicht der einzige Verbraucher. Das 13,3“ große QHD Display ist ohne ausreichende Energie auch nicht bereit auch nur ein itüpfelchen anzuzeigen. Bei unseren Tests hat sich gezeigt, dass das Streamen eines Full HD Films von einem USB-Stick, bei eingeschaltetem WLAN, Displayhelligkeit auf 100% und Soundwiedergabe bei 80% einen relativ Praxisnahen Wert liefert. Hier schafft das HP Spectre 13 eine Zeit von 6 Stunden 52 Minuten. Ein durchaus respektabler Wert wie ich finde. Natürlich muss man diese Zeit aber im Kontext halten. Auf Grund der enormen Leistungsfähigkeit der i7 CPU mit der HD 4400 Grafikeinheit, liegt die Akkulaufzeit unter Volllast wohl bei einem Drittel (Erfahrungsgemäß). Sofern die Wärmeableitung gut genug ist, die dabei entstehende Hitze abzuführen, sonst greift der Temperaturschutzmechanismus. Da ich aber keinen Defekt bei unserem Testgerät riskieren wollte, habe ich auf einen Extremtest verzichtet. Geladen ist das HP Spectre 13 von einem Akkustand 8% bis vollgeladen in knapp 2 Stunden.

Nachfolgend noch eine paar nackte Zahlen die von verschiedenen Benchmarktests ausgespuckt wurden. Ich werde diese Zahlen auch  unkommentiert lassen, da ich schon mehrfach darauf hingewiesen habe, dass diese Benchmarkergebnisse nur im Zusammenhang mit einer definierten Aufgabe eine besondere Aussagekraft besitzen.  Dennoch besteht ein Interesse an den Zahlen und daher möchte ich diese dem Leser auch nicht vorenthalten.

PCMark 7:

–          Gesamtpunktzahl:          5096

–          Produktivität:                  3402

–          Entertainment                 3651

–          Systemspeicher              5200

3DMark: Mit voller Auflösung 2560 x 1440 (leider wurde der Grafiktreiber nicht akzeptiert, die Zahlen könnten also real etwas höher liegen)

–          ICE STORM 1.2             39405

–          CLOUD GATE 1.1             3239

–          FIRE STRIKE 1.1                408

Erstaunlicherweise sind die Werte bei Full HD Auflösung 1920 x 1080 in meinen Augen unlogisch, da der Ice Storm Wert schlechter ist….

–          ICE STORM 1.2              22302

–          CLOUD GATE 1.1             4035

–          FIRE STRIKE 1.1                677

 

Sunspider:

–          Total:                                        167,8ms

 

Nun, wer mit solchen Zahlen etwas anfangen kann – bitte. Aus der Praxis ergibt sich für mich aber folgendes Bild. Office ist selbstredend eine Kleinigkeit für so ein System. Anwendungen die schon etwas mehr Hardwarepower verlangen wie die Bildbearbeitung oder der Videoschnitt, lassen sich ohne Schwierigkeiten ausführen, dank der 8GB Arbeitsspeicher sind auch größere Bild- und Videodateien ordentlich zu bearbeiten. Bei der Gamingfähigkeit endet dann aber die uneingeschränkte Nutzungsmöglichkeit. Browsergames, oder für Win8 angepasste Full Mode Games sind kein Problem, aber bei grafiklastigen Shootern oder Racinggames ist das Spectre 13 nicht mehr zu gebrauchen. Need for Speed Rivals bspw. konnte ich auch nicht mit geringerer Auflösung und den niedrigsten Detailstufen zu einer flüssigen Bewegung animieren. Battlefield 3 dagegen läuft mit niedriger Detailstufe sauber und flüssig. Wodurch wir schon mitten Fazit angekommen sind:

 

Fazit

Mit dem Spectre 13 hat HP ein wirklich schönes Stück Hardware auf den Markt gebracht. Die Verarbeitungsqualität ist makellos, die verarbeiteten Materialien entsprechen dem gängigen Anspruch von „Edel“, der QHD Bildschirm ist eine Augenweide. Durch das stilsichere Aluminiumgehäuse, dem QHD Touchscreen, mit Beats Audio, Lightroom 5 etc. bringt das Spectre 13 eine ganze Palette an guten Argumenten mit, warum man, sofern diese Preisklasse für Jemanden in Frage kommt, guten Gewissens zum HP Spectre 13 Ultrabook greifen kann. Wenn es also eine, in jeder Hinsicht, konkurrenzfähige Alternative zu einem MacBook Pro gibt, dann ist das Spectre 13 ganz sicher ein Kandidat. Es ist schön, edel und leistungsstark. Der stolze Preis von aktuell 1339€ ist daher mehr als angebracht.

Was dem Spectre 13 zu einer 6 Sterne Bewertung fehlt, sind winzige Kleinigkeiten. Das ist Meckern auf allerhöchstem Niveau. Das HP Spectre 13 ist für mich eine ganz klare Kaufempfehlung.

Pro:

–          Design

–          Edles vollständiges Alugehäuse

–          Tadellose Verarbeitungsqualität

–          QHD Touchscreen

–          Beats Audio™ – Soundsystem

–          Tastatur

–          SSD

–          Adobe Photoshop Lightroom 5

–          TouchPad mit Gestensteuerung

–          64Bit i7 Haswell

–          8 GB Arbeitsspeicher

 

Kontra:

–          Bildschirm lässt sich nur um 135° neigen

–          Lüftersteuerung diffus

–          Keine Serviceklappen (für RAM etc.)

–          Kein Zubehör im Lieferumfang

Award_HPSPEC

 

Für die Bereitstellung des Testmusters möchten wir uns herzlich bei HP bedanken. Das HP Spectre 13 Ultrabook ist im HP Shop für aktuell 1339€ zu haben. HP-ONLINESTORE

HP DEMOVIDEO

10 Responses

  1. Sven Buschmann sagt:

    Halten wir also fest: das Gerät ist totaler Müll. Kein Mensch will ein BS nutzen, dass von Hause aus mit Softwareleichen des Geräteherstellers zugemüllt ist. Ergo hätte man darauf nicht eingehen brauchen. Als erstes haut der Anwender nämlich sowas runter. Für 1400 Euro baut man sich zu Hause einen Rechner zusammen, der so einen Blödsinn wie das Spectre 100 Mal in den Schatten stellt. Was macht man eigentlich damit?
    Jedes Notebook in der Preisklasse bietet mehr Leistung. So ein billiges und empfindliches Magnesiumimitatgehäuse leistet nichts Produktives und ist kein Kaufgrund. Stellt HP dafür Win7 Treiber bereit. Ich bin sogar abgeneigt, selber nach zu sehen….. Armutszeugnis

    • Jim Apollo sagt:

      Hmm, hörst Du Dir auch selbst zu? Immer schön wenn ein Einzelner sich für das Zentrum der Weltbedürfnisse hält. Bau mir mal ein schlankes elegantes Ultrabook…. Sorry aber diese “ich bau mir für den und den Preis, das und das” höre ich immer wieder. Keiner “baut” sich mal eben ein Ultrabook. Mag ja sein, dass DU keine Verwendung für derartige Gerätschaften hast, aber genau diese Geräteklasse verkauft sich blendend. Sind natürlich alles Vollidioten die sich irgendeinen “Blödsinn” kaufen aus “billigem Magnesiumimitat”. Jesus, krieg dich mal wieder ein. Und was für ein Problem hast du mit Beats Audio oder Lightroom? Und Win7 Treiber??? Herrjeh wofür? Wer kein Win8 nutzen möchte, kauft sich bestimmt kein Gerät mit Touchscreen…., ach ich vergaß, DU kannst das ja alles besser selberbauen….

  2. Tellheim sagt:

    Ich finde, Lightroom ist ein geniales Werkzeug. Wer viel mit RAWs arbeitet, weiß es schnell zu schätzen.

    Leider macht das Tool nur bedient Sinn auf dem Gerät, da es von Werk aus kein gut kalibriertes Display besitzt und die Farbraumabdeckung (wie auf beinahe allen Notebooks) eher mau ist.

    Aber schöner Test.

    • Jim Apollo sagt:

      Jepp, die Farbkalibrierung ist so ne Sache. Vielleicht schafft Toshiba ja abhilfe, na zumindest eine Verbesserung. Die liefern seit heute das Kira-101 aus, auch ein 13,3 Zöller mit 2K aber mit einem kalibrierten Display – 97% sRGB und immerhin 70% vom Adobe-RGB Farbraum soll es abdecken.

  3. Traxterc3 sagt:

    Also ich dachte, dass es hier um SMARTPHONES mit Windows Phone 7/8 geht.
    Wieso fangt ihr an Ultrabooks, Tablets,… zu testen?
    Könntet ihr euch nicht auf ein Gebiet spezialisieren?
    Wieso testet ihr unter dem Slogan: “Windows Smartphones Test:” ein Tablet/ Ultrabook. Testet doch lieber mal mehr Smartphones.

    • Tobias sagt:

      Danke für dein Feedback. Welches Smartphone hättest du denn gern im Test? Alle derzeit in Deutschland erhältlichen WP8 Smartphones haben wir bereits durchgetestet.
      Und da Windows 8 doch näher an Windows Phone 8 ist, ist das der logische Schritt auch solche Geräte zu testen. Und unsere Seite heißt nun mal wintouch.de, daher auch ein Windows Smartphones Ultrabook Test 😀

  4. Lydia sagt:

    Ich bin gerade auf der Suche nach einem neuen 13″- Ultrabook.
    Wichtig ist mir ein ausdauernder Akku, ein gutes Display, eine schnelle Festplatte und ein robustes Äußeres.
    Wäre ich denn da mit dem HP Spectre 13 gut beraten?

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