Wintouch Test: Dell XPS 13 (9350)

Die XPS Linie von Dell steht für Ultrabooks auf Premium Niveau. Wir testen das neuste Dell XPS 13 aus dem Jahre 2015 (Kennung 9350) und ziehen ein paar Vergleiche zu einem XPS 13 Vorgängermodell aus dem Jahre 2013 (Kennung 9330). Wir bedanken uns für die schnelle und unkomplizierte Teststellung bei Dell und bei notebooksbilliger.de!

Der Gerät 2 XPS 13 9350

Verarbeitung und Design

Seit ein paar Jahren erfreuen sich Ultrabooks immer größerer Beliebtheit. Dell trifft den Zahn der Zeit mit seinen XPS Modellen und hat eigentlich jährlich ein Gerät im 13 Zoll Segment auf dem Markt, welches sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss. Kommen wir kurz zu den technischen Daten des Testgerätes:

  • 13,3 Zoll Touch-Display mit Quad-HD+-Auflösung (3200 x 1800)
  • HD-Breitbild Webcam (720p) mit zwei digitalen Array-Mikrofonen
  • 9-15 mm x 304 mm x 235 mm (HxBxT)
  • 1,29 kg
  • Prozessor: Intel Core i7-6500U (bis zu 3,1 GHz, 4MB Cache)
  • 8 GB LPDDR3-Speicher, 1866 MHz
  • PCIe-SSD-Festplatte, 256 GB
  • Intel HD-Graphics 520

Das CNC-gefräste Aluminium weißt keinerlei scharfe Kanten, Kratzer oder Verarbeitungsmängel auf. Das Display wird durch Corning Gorilla Glas geschützt. Sowieso ist das Display eigentlich eines der absoluten Highlights des Gerätes. Die Ränder sind einfach atemberaubend dünn und ermöglich ein extrem kompaktes Gerät. Das Gerät misst in der Höhe im vorderen Bereich 9 mm, hinten kommt man dann auf 15 mm. In der Breite kommt man auf 304 mm, in der Tiefe auf 200 mm. Mit aufgeklapptem Display kommt man auf maximal 210 mm. Das alles bei gerade einmal 1,29 kg Gewicht. Auch aufgeklappt macht das Gerät eine richtig gute Figur.

Das kalte Aluminium weicht einem Kohlefaserverbundstoff mit Soft-Touch-Lackierung. Das sieht nicht nur gut aus, das fühlt sich auch gut an. In den Verbundwerkstoff ist mittig ein Touchpad mit Glasbeschichtung eingefügt, die Chiclet-Tastatur vollendet den Arbeitsplatz der Finger. Wir können noch so viel suchen, wir finden einfach keine zu großen Spaltmaße oder andere Produktionsfehler. Das Displayscharnier ist straff eingestellt und erstreckt sich optisch fast über die komplette Breite. Dabei fügt es sich perfekt in das Gesamtbild ein und ermöglicht einen maximalen Öffnungswinkel von ca. 150 Grad. Das ist eigentlich für alle normalen Arbeitsbereiche mehr als ausreichend. Die Leiste zur Belüftung ist an der Unterseite des Gerätes direkt hinter einem der beiden gummierten Standfüße angebracht. Die Materialwahl, das Design und die Abmessungen lassen nur eine Schlussfolgerung zu, hierbei muss es sich um ein Premiumprodukt handeln, zugegebenermaßen, das tut es ja auch.

Kameras, Mikrofon und Sound

Kamera XPS 13 9350Einen eher untypischen Weg geht Dell bei der Positionierung der Kamera für z.B. Videotelefonie. Normal sucht man die Kamera immer irgendwo oberhalb des Displays in der Mitte. Diesmal muss man aber unterhalb des Displays in der linken Ecke gucken. Ein wenig ungewöhnlich, bei dem dünnen Displayrahmen aber scheinbar unvermeidbar. Immerhin hat man mitgedacht, die Kamera ist so ausgerichtet, dass man trotzdem mittig im Bild ist, wenn der normale Arbeitsabstand einigermaßen eingehalten wird. Bemerkbar bleibt dann nur noch die abweichende Höhe gegenüber einer Kamera welche oberhalb des Displays angebracht ist, unser Gegenüber musste dann doch ein wenig auf uns herauf schauen. Die Qualität der Kamera entspricht leider nicht mehr ganz dem aktuellen Stand der Technik. Es gibt durchaus Geräte auf dem Markt, die deutlich mehr zu bieten haben. Zum einen ist die Auflösung mit HD nicht mehr zeitgemäß und zum anderen rauscht die Kamera bei schlechteren Lichtverhältnissen recht stark. Auch die Farben wirken sehr schnell blass. Dank der beiden digitalen Array-Mikrofone konnte man uns aber immerhin gut verstehen, wenn das Bild mal nicht so toll war. Was wir leider schmerzlich vermissen ist die Unterstützung von Windows Hello. Wer das Feature einmal live erlebt und genutzt hat, der verzichtet nur sehr ungern in Zukunft darauf. Das ist wahrscheinlich derzeit noch für viele undenkbar, aber nutzt es erst einmal 🙂 Die eingebauten Boxen sorgen für einen ordentlichen Sound. Die maximale Lautstärke ist gut, am oberen Ende merkt man aber, dass die kleinen Boxen an ihre Grenzen stoßen. Viel Bass sollte man ebenfalls nicht erwarten, woher soll der auch kommen bei so einem dünnen Gehäuse.

Display

Bildschirm XPS 13 9350Kommen wir zum Meisterstück. Das 13,3 Zoll große Display hat nicht nur eine extrem hohe Auflösung mit 3200 x 1800 Pixeln, es unterstützt ebenfalls Toucheingaben und vor allem hat es einen extrem dünnen Rand. Dell nennt das ganze InfinityEdge. Die Blickwinkelstabilität ist dank des IPS-Displays sehr gut. Die Helligkeit ist dank der verwendeten IGZO Technik ebenfalls gut, manche Konkurrenten sind aber noch ein wenig heller. Ausleuchtung, Farbdarstellung und Kontrast bewegen sich ebenfalls auf sehr hohem Niveau. Das Display ist ganz klar das Erkennungszeichen des Gerätes. Einstimmig wird der gerade einmal 5 mm dicke Rand als das Highlight bezeichnet. Ein paar kleine Wehrmutstropfen gibt es aber auch hier: Nur die Geräte ohne Touch-Eingabe sind reflexionsarm. Dank der guten Helligkeit sollte das aber selten ein Problem sein. Wer ein mattes Display wählt hat leider keine weitere Wahl und muss mit der vorgegebenen Full-HD Auflösung vorlieb nehmen. Auch die leistungsfähigeren Konfigurationen gibt es nur mit spiegelndem hochauflösendem Display. Ein wenig mehr Freiheit für den Kunden, um sich wirklich das Gerät zu konfigurieren wie er es benötigt, würde die Situation verbessern. Ein kleines zusätzliches Problem betrifft nur die hochauflösenden Displays, es gibt noch immer einige Programme unter Windows, die mit der hohen Auflösung nicht wirklich gut zurechtkommen. Das zeigt sich dann in extrem kleinen Schriften und Symbolen. Dafür kann natürlich das Gerät herzlich wenig, außerdem wird die Anzahl an Anwendungen die Probleme machen immer geringer.

Tastatur und Touchpad

An der Tastatur und am Touchpad scheiden sich oft die Geister – Jeder mag es anders. In diesem Fall waren wir uns aber schnell einig. Die Chicklet-Tastatur mit einem Tastenhub von „nur“ 1,3 mm arbeitet nach kurzer Eingewöhnung leise und zuverlässig. Das Schreibgefühl ist sehr gut und man findet sich schnell auf der Tastatur zurecht. Die F-Tasten sind übrigens als Standard gesetzt, mittels der FN-Taste können alternative Funktionen wie die Laustärkeregelung genutzt werden. Was uns an den Tasten nicht so gut gefiel war die Enter-Taste. Diese ist lediglich etwas breiter als normale Tasten, jedoch nicht höher. F und J sind fühlbar mit einem Streifen versehen. Die Hintergrundbeleuchtung ist in zwei Stufen unterteilt und auch ganz abschaltbar. Einen Nummernblock gibt es bei der Gerätegröße selbstverständlich nicht. Weiterhin ist auch keine Alternativbelegung dafür vorhanden.Tastatur XPS 13 9350
Vor einiger Zeit war es noch normal eine extra Maus für seinen Laptop mitzuführen. Die eingebauten Touchpads waren in vielen Fällen einfach zu schlecht, um frustfrei mit ihnen arbeiten zu können. Auch der rote Punkt der Thinkpads setzte sich nie durch, wenn er auch glühende Verfechter fand und berechtigterweise noch immer hat. Dann kam irgendwann noch Apple mit seinen MacBooks und über viele Jahre hinweg war man mit dem Touchpad am Mac allen Windows Nutzern um Lichtjahre voraus. Langsam, ganz langsam näherte man sich aber in den letzten Jahren an. Die Touchpads wurden besser und größer. Sie lernten Gesten mit mehreren Fingern und die Materialien änderten sich ebenfalls. Im XPS 13 findet sich solch ein schönes großes Touchpad mit Glasbeschichtung. Mehrfinger-Gesten erkennt es ebenfalls. Die Gleiteigenschaften sind ebenfalls gut. Alles in allem macht das Touchpad eine sehr gute Figur, manche würden sagen es ist dem Macbook schon recht ähnlich, andere tun dies als Gotteslästerung ab. Wir finden mit dem Touchpad lässt sich überall sehr angenehm arbeiten. Es ist nicht mehr notwendig eine externe Maus Mitzunehmen, die Gesten werden meistens sauber erkannt und umgesetzt. Klicken kann man entweder sanft per Touch oder einfach das gesamte Touchpad durchdrücken. Wir behaupten ganz frech: Unter Windows ist die Lösung von Dell sicherlich eine der besten Optionen. Aber besser geht immer!

Konnektivität

Ein guter Draht zur Außenwelt isLINKS XPS 13 9350t immer vorteilhaft. Den Draht gibt es zwar so nicht, dafür aber ein paar nützliche Anschlüsse und ein nicht so schöner Verlust. Das XPS 13 besitzt zwei USB 3.0 Anschlüsse, einer davon kann dank PowerShare auch im ausgeschalteten Zustand zum Laden von externen Geräten verwendet werden. Dann gibt es einen SD-Kartenleser, welcher SD, SDHC und SDXC Karten liest. Ein Anschluss für Headsets ist ebenfalls vorhanden. Ein Steckplatz für das Noble Schloss und natürlich der (separate) Anschluss zum Laden runden das Paket ab. Neu ist jetzt der Thunderbolt 3 Anschluss. Dieser unterstützt laut Dell PowerShare, Thunderbolt 3 (40 Gbit/s bi-directional), USB 3.1 Gen 2 (10 Gbit/s), Native DisplayPort 1.2 Videoanschluss, VGA, HDMI, Ethernet und USB-A über Dell Adapter (separat erhältlich) und dient zusätzlich als Netz-/Ladeanschluss. Was uns jetzt leider fehlt ist der mini Displayport. Dieser in Ultrabooks zum Standard gehörende Anschluss gehörte in der Vergangenheit zur Ausstattung, musste jetzt aber scheinbar dem Thunderbolt Anschluss weichen.

Käufer die einen externen Monitor verwenden müssen sich also in vielen Fällen einen neuen Adapter zulegen. Musste das wirklich sein? Zum anderen bietet der Thunderbolt Anschluss eine breite Fülle an Funktionen und wird in Zukunft bei noch mehreren Anbietern das Mittel der Wahl sein. Rechts XPS 13 9350Für die Übergangszeit sehen wir aber einen zusätzlichen mini DisplayPort als die bessere Lösung. Neben den „greifbaren“ Verbindungen bietet das Dell noch Bluetooth 4.1 und ein DW1820A WLAN Modul, welches in den Standards 802.11ac bei 2,4 und 5 GHz funkt. Die Empfangsstärke und Verbindungsstabilität gaben keinen Grund zur Kritik. Für ein so kompaktes Gerät ist die Ausstattung insgesamt als ordentlich zu bezeichnen, uns fehlen lediglich ein mini DisplayPort und mit Abstrichen ein integriertes LTE-Modem.

Akkulaufzeit und Performance

Die normale Akkulaufzeit liegt im Arbeitsalltag bei 6,5 bis 7 Stunden. Unter „Arbeitsalltag“ verstehen wir Office arbeiten, Bildbetrachtung, Surfen im Web, ein paar Videos gucken, leichte Programmiertätigkeiten, ein kleiner Benchmark. Das alles bei 50% Helligkeit und im Modus „Ausbalanciert“. Im Videotest (Full-HD Video wird via WLAN von YouTube gestreamt, 50% Helligkeit, Modus „Ausbalanciert“) kommt das Gerät ebenfalls auf Werte von knapp über sechs Stunden. Das reicht eigentlich für viele Szenarien aus. Noch besser wären natürlich Laufzeiten, die an die neun Stunden kommen, um wirklich einen Arbeitstag abzudecken. Geladen wird das Gerät übrigens in knapp über zwei Stunden. Als nützliches Feature gibt es auch in dieser Generation wieder vier kleine LEDs an der Seite, welche nach Knopfdruck den ungefähren Ladestand anzeigen.

Auch in Sachen Performance kann uns das Gerät überzeugen, zumindest soweit das ein Prozessor der U-Reihe zulässt. Eins also Vorweg: Das Gerät ist keine Workstation und auch kein Gaming-PC. Nichtsdestotrotz lässt sich mit dem Gerät allerhand anstellen. Energiesparend bedeutet zwar weniger Leistung aber längst nicht mehr zu wenig Leistung. Egal ob Office, Programmierung, leichte CAD Einheiten, ein wenig Bildbearbeitung, einfach nur im Internet surfen oder das ein oder andere ältere Spiel. Alles kein Problem. Für Studenten z.B. sollte die Leistung des Geräts fast uneingeschränkt ausreichen, die meisten Aufgaben und Projekte sind eben nicht ganz so komplex, wie später im Betrieb. Aber selbst dort ist einiges möglich. AutoCAD, Visual Studio, Photoshop, Lightworks, alles ohne Probleme möglich wenn, ja wenn, die Projekte nicht ausufern. Das Dell ist sicher nicht sonderlich klug gewählt, wenn man permanent Videoschnitt betreibt. Sehr gut gefällt in dem Zusammenhang natürlich auch die sehr schnelle 256 GB SSD von Samsung. Die 8 GB Arbeitsspeicher reichen ebenfalls für alle aktuellen Aufgaben, es sei denn, es geht um ausufernde Virtualisierungen. Grafisch anspruchsvolle Spiele scheitern hingegen an der integrierten Grafikeinheit, eine Runde CS:GO stellt jedoch kein Problem dar. Diese kleinen, stromsparenden Einheiten, verbessern sich zwar jährlich, aber noch sind sie für aktuelle Titel zu schwach. Im Benchmark fiel uns auf, dass das Gerät im Akkubetrieb automatisch ein wenig drosselt. Am Netzteil konnten wir so höhere Werte erzielen. Im Alltag war davon zum Glück nicht wirklich etwas zu merken.

Software und täglicher Betrieb

Hier muss man unterscheiden wer das Gerät kauft. Private Nutzer bekommen Windows 10 Home (64 Bit) als Betriebssystem, Geräte für Geschäftskunden werden mit Windows 10 Pro (64 Bit) ausgeliefert. Es gibt sogar eine Option mit Ubuntu Linux. Dell spendiert der Windows 10 Home Version ein paar zusätzliche Tools und einen Virenscanner von McAfee. Alles lässt sich ohne Probleme über die Systemsteuerung deinstallieren. Wer die Tools zu einem späteren Zeitpunkt doch wieder nutzen will kann sie von der Dell Website erneut herunterladen. Die Garantie beläuft sich leider nur auf ein Jahr. Müssen wir daraus schließen, dass Dell selbst kein Vertrauen in sein Produkt hat? Falls doch wären doch mindestens zwei oder – bei dem Preis – sogar drei Jahre bei Defekten drin. Wer einmal Probleme mit seinem XPS 13 hat kontaktiert am besten telefonisch den Support. In der Regel kommt am nächsten Tag ein Techniker zu einem nach Hause und behebt den Fehler. Ein Service der ausgezeichnet funktioniert und lange Wartezeiten verhindert. Allein dafür müssen wir ein großes Lob aussprechen. Läuft das Gerät sowieso rund, so weiß das Gerät ebenfalls durch schweigen zu überzeugen. Die Lüfter gehen selten an, wenn sie laufen fallen sie nicht unangenehm auf, nur bei Höchstdrehzahl wird der ein oder andere sicher irgendwann genervt sein. Aber alles in allem sind die Lüfter und deren Ansteuerung sowie Betriebslautstärke sehr gut gelungen. Ein Spulenfiepen oder andere Betriebsgeräusche waren ebenfalls nicht zu hören. Das größte Problem in unserem Test stellte eher Windows 10 dar. Firmware XPS 13 9350Teilweise scheint man noch mit einigen Bugs zu kämpfen, nicht nur auf dem XPS 13. Besonders ärgerten uns die Modi „Standby“ oder „Energie sparen“. Aus diesen verabschiedete sich das Gerät eigenhändig und ging in den normalen Betrieb über. So kam es zu deutlich erwärmten Laptoptaschen bzw. Fächern und einem hochlaufenden Lüfter. Im Winter noch halb so schlimm, im Sommer könnten so aber schnell schädliche Temperaturen erreicht werden, von der verlorenen Akkulaufzeit mal ganz abgesehen. Ebenfalls interessant war ein Fehler, welcher das Gerät nach dem Herunterfahren wieder starten, sobald das Ultrabook aufgeklappt wird. Gott sei dank hat Microsoft in den letzten Tagen einige Updates ausgeliefert. Nach der Installation und nach einem Firmware Update sind die Fehler nicht mehr aufgetreten, leider können wir aber aufgrund der kurzen Zeitspanne nicht garantieren, dass die Fehler ganz verschwunden sind.

Von den softwareseitigen Fehlern abgesehen sorgt das Gerät für reichlich Freude bei der Arbeit. Die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht sind im Alltag eine Wohltat. Das InfinityEdge Display sorgt ebenfalls für zufriedene Gesichtszüge und den ein oder anderen neugierigen Blick.

Vergleich mit einem Vorgänger

Der Test des neuen XPS 13 kam nicht ganz zufällig. Wir wollten einen Vergleich mit dem XPS 13 9330 aus dem Jahre 2013 anstellen. Lohnt sich schon ein Umstieg auf die neuste Generation? Wir finden noch nicht. Dazu hat sich nicht genug getan. Natürlich ist das neue Design und das neue Display schon wirklich „nice to have“. Notwendig oder gar wirtschaftlich dürfte der Wechsel jedoch nicht sein. Das Touchpad und die Tastatur waren damals schon sehr gut, die Kamera war auch nicht schlechter und dazu noch an einer günstigeren Position. Auf den Thunderbolt Anschluss musste man verzichten, dafür gab es aber den mini Diplayport. Leider musste man damals auf einen Kartenleser verzichten. Eine im Alltag absolut nützliche Schnittstelle für jeden, der ein wenig digitale Fotografie betreibt. Auch in Sachen Betriebsgeräusche hat sich etwas getan. Der alte Lüfter sprang deutlich öfter an und drehte manchmal auch voll auf. Da wurde sogar das damals schon kompakte XPS 13 zum Brüllwürfel. Noch nerviger ist aber ein Fehler, welcher zum Glück in der neusten Generation scheinbar nicht mehr existiert. Viele Besitzer der 9330 Modelle und auch einige XPS 15 Benutzer aus dem gleichen Jahr beschwerten sich über ein penetrantes Spulenfiepen. Was genau die Ursache dafür war ist wohl bis heute nicht ganz klar. Die Arbeitsgeschwindigkeit im Alltag mag auf dem Papier etwas schneller geworden sein, die neue SSD frühstückt z.B. die Alte, in der Realität merkt man aber selbst davon oftmals nicht viel. Abschließend lässt sich sagen, wer ein XPS 13 9330 besitzt, der sollte vernünftigerweise noch ein Jahr warten, man hat sich ja nicht umsonst ein Premiumprodukt gekauft.

Fazit

Dell hat mit dem neuen XPS 13 wieder ein ausgezeichnetes Gerät mit sehr guter Verarbeitung auf den Markt gebracht. Bewundernswert dabei ist die Tatsache, dass Dell keinen Spagat versucht. Das XPS 13 ist kein 2-in-1 oder Convertible-Gerät. Der optionale Touchscreen ist in manchen Situationen ein netter Zusatz, aber eigentlich zu keiner Zeit das Feature schlägt hin. Ein wenig wollte man wohl auch hier einfach mit dem Trend gehen. Es ist aber auch am XPS 13 nicht alles perfekt. Die eingebaute Kamera verträgt dringend ein Update, in dem Zuge sollte man direkt ein Gerät wählen, welches Windows Hello unterstützt. Windows 10 läuft ebenfalls noch nicht ganz rund, zukünftige Updates dürften das aber ändern. Wer will kann sich auch ein anderes Betriebssystem installieren. Selbst mit Linux wird es übrigens sehr einfach möglich sein z.B. ein Firmware Update einzuspielen. Das InfinityEdge Display sollte Dell ab jetzt überall verbauen, aber bitte auch in einer hoch auflösenden Version mit mattem Display. Damit sind wir auch bei einem anderen Punkt: Die Konfigurationen sollten etwas freier wählbar sein. Es muss doch nicht immer Hochglanz und eine hoher PPI-Wert bei mehr Rechenleistung sein. Der fehlende mini DisplayPort stößt uns ebenfalls auf, wird aber in den nächsten Jahren wahrscheinlich kein Comeback feiern – es lebe der Adapter am Thunderbolt Anschluss. In der nächsten Version würden wir uns zusätzlich noch über ein wenig mehr Akkulaufzeit freuen, mehr ist in diesem Fall immer besser. Ansonsten ist Dell aber auf genau dem richtigen Weg und eine der ersten Adressen für Leute, die einen soliden Alltagsbegleiter suchen und nicht ständig auf dem Display „herumtouchen“ müssen. Erfreulicher weise bietet Dell zusätzlich auch einiges an Zubehör an. Von der Powerbank über die Schutzhülle bis zur Dockingstation.

Dell XPS 13 9350 Zubehör

Das Ganze ist natürlich auch nicht ganz billig, von 1.179 € geht es hoch bis zu 2.199 €. Als Einstieg empfehlen wir die Konfiguration für 1.299 € mit Core i5 Prozessor und Full-HD Auflösung. Hauptunterschied zum günstigsten Modell sind der doppelte Arbeitsspeicher und die SSD mit 256 GB, anstelle einer eMMC Lösung mit 128 GB. Von uns gibt es eine klare Kaufempfehlung, das Dell XPS 13 (9350) hat viele Stärken, bei wenig Schwächen und überzeugt am meisten da wo es am wichtigsten ist: Im alltäglichen Betrieb.

Positiv

  • Super kompakt
  • Sehr gut verarbeitet
  • Leistungsfähig
  • Gute Eingabegeräte
  • Ausgezeichnetes Display
  • Guter Service im Garantiefall

Negativ

  • Schlechte Kamera
  • Kein mini DisplayPort
  • Hardware nicht wechselbar
  • Konfiguration nicht individuell genug gestaltbar

DELL_XPS_13_2015_AwardWir bedanken uns noch einmal bei Dell für die Teststellung des Haupt-Testgerätes mit englischer Tastatur und bei notebooksbilliger.de für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung eines Testgerätes mit deutscher Tastatur zum Vergleich.

Startseite Foren Wintouch Test: Dell XPS 13 (9350)

Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)
  • Autor
    Beiträge
  • #44766 Antworten
    Bjoern
    Moderator

    Die XPS Linie von Dell steht für Ultrabooks auf Premium Niveau. Wir testen das neuste Dell XPS 13 aus dem Jahre 2015 (Kennung 9350) und ziehen ein paa
    [See the full post at: Wintouch Test: Dell XPS 13 (9350)]

    #45891 Antworten
    Damian
    Gast

    Schönes Notebook, aber nach eineinhalb Stunden Nutzung ist der Bildschirm eingefroren. Neustart hat nichts gebracht, immer schwarzer oder eingefrorener Bildschirm schon beim Booten. Problem ist nicht neu, habs jetzt direkt zurück gegeben und hoffe, dass das zweite Gerät funktioniert.

Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)
Antwort auf: Wintouch Test: Dell XPS 13 (9350)
Deine Information:




+ 45 = 46

%d Bloggern gefällt das: