Windows 10X: Web-First-OS, Win32-Apps via Stream?

Microsoft lässt sich in Bezug auf Windows 10x definitiv nicht mehr in die Karten schauen. Jetzt deuten verschiedene Berichte von Insidern darauf hin, dass sich in in­ternen Builds ein deutlicher Wandel abzeichnet – hin zu einem OS, welches primär über das Internet funktioniert und unmittelbar mit Chrome OS konkurrieren soll.

Ddie Informationen zu Windows 10X waren bisher stets sehr beschränkt. Microsoft selbst sprach bisher von einem “leichteren” Windows, welches zur Vorstellung als Betriebssystem für Neuerungen wie Dual-Screen-Tablets angekündigt worden war. Später hatte Microsoft noch nachgereicht, dass man sich zunächst doch auf Geräte mit “einem” Display konzentrieren werde. Wie Zac Bowden von Windows Central berichtet, zeigen die internen Builds jetzt einen weiteren Richtungswechsel.

Demnach hat Microsoft die Technologie zur Virtualisierung von Win32-Programmen in Windows 10X via Container, Codename VAIL, aus den aktuellen Builds nun entfernt. Nach Informationen von Insidern handelt es sich dabei um “eine bewusste Anpassung”. Microsoft soll das Betriebssystem gänzlich neu im Markt platzieren wollen: Als Plattform, die sich entgegen früherer Absichten im Low-End-Bereich um Kunden bemüht. Web-Apps sollen dabei im Zentrum stehen, man würde also in direkte Konkurrenz zu Googles Chrome OS treten.

Win32-Apps per Cloud-Stream

Die Win32-App-Funktionalität soll demnach auch bis zum Start des OS im nächsten Jahr nicht zurückkehren. Nutzer sollen künftig auf UWP-Apps und Web-Apps für Edge setzen. Microsoft hat sich demnach zu diesem Schritt entschieden, da das lokale Ausführen von Win32-Apps nicht zum Leistungsprofil der jetzt angedachten Low-End-Geräte passt. Mit dem Wegfall von VAIL könnte Microsoft Windows 10X auch neben x86-Prozessoren auf ARM-Geräten ohne Einschränkungen betreiben.

“Microsoft weiß jedoch, dass die Bereitstellung eines Produkts namens ‘Windows’ ohne irgendeine Form von Legacy-App-Kompatibilität Selbstmord ist”, so Bowden. Deshalb verfolge Microsoft die Absicht, solche Anwendungen per Cloud-Streaming auf die Plattform zu bringen – mit dem Business-Dienst “Windows Virtual Desktop” hat der Konzern die entsprechende Technologie schon im Angebot.

Mit seinen Plänen zum High-End-Bereich soll sich Microsoft aktuell in Wartestellung begeben. Die Überlegung: Mitten in einer globalen Pandemie birgt der Launch einer solchen Produktkategorie große Risiken. Die Insider berichten allerdings davon, dass mit dem Start auf Dual-Screen-Geräten auch VAIL seine Wiedergeburt in Windows 10X feiern könnte – die entsprechende Leistung der Geräte vorausgesetzt.

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