Slack reicht bei EU Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft ein

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Der Konflikt zwischen Slack und Microsoft spitzt sich jetzt weiter zu. Nun hat das Unternehmen eine Wettbewerbsbeschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht. Der Vorwurf: Microsoft nutze illegale und wettbewerbswidrige Praktiken und missbrauche seine Marktstellung.

Slack wehrt sich mit allen Mitteln gegen den scheinbar zu übermächtigen Konkurrenten Microsoft. Nachdem der CEO Anfang des Monats mit drastischen Worten gegen der Konzern aus Redmond gewettert hatte, folgen jetzt in der EU auch rechtliche Schritte. Wie Business Wire berichtet, hat Slack Wettbewerbsbeschwerde eingereicht und will damit eine Über­prüfung der Praktiken erreichen, die man als “illegale und wettbewerbswidrig” ansieht.

“Wir können illegales Verhalten nicht ignorieren”, so Jonathan Prince, Vizepräsident für Kommunikation und Richtlinien bei Slack und spielt damit auf die enge Einbindung von Teams in die Office-Suite an. Nach Ansicht von Prince kehrt Microsoft damit zu “altem Verhalten” zurück und spielt auf die dunkle Vergangenheit des Konzerns in Bezug auf die Verbreitung des Internet Explorers an.

“Sie erstellten ein schwaches Nachahmerprodukt und verknüpfen es untrennbar mit ihrem dominanten Office-Produkt, erzwingen die Installation und blockierten die Entfernung, eine Kopie ihres illegalen Verhaltens während der ‘Browserkriege'”, so Slack in der Beschwerde an die europäischen Wettbewerbshüter.

Slack sieht sich dabei ganz klar in der Rolle des Au­ßenseiters, der gegen den übermächtigen Kon­kurrenten ins Feld zieht. “Wir fordern die EU auf, ein neutraler Schiedsrichter zu sein, die Fakten zu untersuchen und das Gesetz durch­zusetzen” sagte David Schellhase, Anwalt bei Slack. “Wir möchten die 2% Ihres Software-Budgets sein, die die anderen 98% wertvoller machen. Sie (Microsoft) wollen jedes Mal 100% Ihres Budgets”, ergänzt Prince.

Im nächsten Schritt liegt es jetzt an der Europäische Kommission die Beschwerde zu prüfen und dann zu entscheiden, ob eine Unter­suchung der möglicherweise wettbewerbswidrigen Praktiken von Microsoft eingeleitet werden soll. Die “ra­schen Maßnahmen”, die sich Slack dabei wünscht sind aber wohl nicht zu erwarten. Erfahr­ungsgemäß können sich Wettbewerbsverfahren in der EU über viele Jahre hinziehen.

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