Optionale Windows 10-Updates sind zurück: Bugfixes für drei Versionen

Der Software-Konzern Microsoft hat wie versprochen die Bereitstellung optionaler Updates für seine Windows-Betriebssysteme wieder aufgenommen. Diese hatte man aufgrund der Corona-Krise im März vorübergehend eingestellt. Ab sofort werden diese wieder ausgerollt.

Veröffentlicht wurden jetzt Updates für die Windows 10-Versionen 1909, 1903 und 1809 sowie die jeweils dazugehörigen Windows Server-Varianten. Ältere Fassungen werden nicht mehr mit Aktualisierungen unterstützt. Die nun bereitgestellten Update-Pakete enthalten keine sicherheitsrelevanten Patches oder neue Features, sondern beheben lediglich diverse Bugs, die noch immer in den Systemen zu finden sind.

Die beiden im vergangenen Jahr erschienenen Windows 10-Fassungen 1909 und 1903 werden über ein kumulatives Update bedient, das unter der Kennung KB4559004 in der entsprechenden Datenbank des Herstellers verzeichnet ist. Eine Installation sorgt dafür, dass die Build-Nummer auf 18363.997 beziehungsweise 18362.997 steigt. Wie gewohnt kann die Aktualisierung in der Windows-Update-Funktion angestoßen werden, aber auch ein manueller Download ist verfügbar. Die wichtigsten Änderungen sehen wie folgt aus:

  • Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass die Lupe unter bestimmten Umständen nicht mehr in Microsoft Excel funktioniert. Die Tabellenkalkulation konnte dabei ebenfalls abstürzen.
  • Im Datei-Explorer wird es nun möglich, frühere Begriffe aus dem Suchfeld zu löschen.
  • Ein Bug, der dazu führt, dass der Datei-Explorer nach einer Suche in Verzeichnissen mit Raw-Bildern und anderen Dateitypen nicht mehr funktionierte, ist behoben worden.
  • Beseitigt ist außerdem ein Fehler, durch den das System die Windows Hello-Gesichtskamera manchmal nicht erkannte.
  • Teilweise Aussetzer beim Zugriff auf das Internet mit einem WWAN-LTE-Modem sollten nun nicht mehr vorkommen.
  • In der Windows 10-Version für ARM-Systeme sollten nun auch Familien-Sicherheitsfunktionen wie Zeitlimits und Aktivitätsberichte wieder korrekt funktionieren

Falls Nutzer weiterhin mit der Windows 10-Version 1809 aus dem Herbst 2018 arbeiten, werden diese im Datenbank-Eintrag KB4559003 fündig. Das dort bereitgestellte Update bringt die installierte Version auf die Build-Nummer 17763.1369 und kann bei Bedarf auch manuell heruntergeladen werden. Die wichtigste Fehlerkorrektur besteht auch hier darin, dass die Bildschirm-Lupe wieder korrekt mit Excel zusammenarbeitet.

Optional heißt künftig Preview

Alle bereitgestellten Updates beheben darüber hinaus zudem auch zahlreiche kleinere Bugs, von denen allerdings nur sehr wenige Nutzer betroffen sind, da sie nur in sehr speziellen Fällen zum Tragen kommen. Wer bisher entsprechende Aktualisierungen über die Windows-Update-Funktion bezog, bekam diese dort gewöhnlich als “optionale Updates” angezeigt. Jetzt werden sie allerdings als “Preview”, also Vorschau, bezeichnet.

Wichtig! Alle ab diesem Monat bereitgestellten Windows-Updates deaktivieren aufgrund einer Sicherheitslücke das “RemoteFX vGPU”-Feature. Virtuelle Maschinen, die auf diese Funktion zugreifen, lassen sich dann nicht mehr starten. Es ist aber möglich, RemoteFX vGPU manuell wieder zu aktivieren. Nutzer werden dann darauf hingewiesen, dass sie dieses Feature auf eigenes Risiko verwenden.

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