Microsoft rudert zurück – XBOX One ohne DRM und 24h Online
Nach der teilweise heftigen Kritik der letzten Tage und Wochen rudert Microsoft nun zurück und verabschiedet sich von ungeliebten Features wie der Pflicht alle 24 Stunden mit dem Internet verbunden zu sein. Auch die DRM-Restriktionen für die Weitergabe von Spielen und der Region-Lock werden gestrichen.

Gestern Nacht überraschte Microsoft mit einer Reaktion auf die Kritik der Gamer. Im XBOX-Blog gab Microsoft bekannt, dass man die umstrittene Online-Pflicht sowie die Gebrauchtspielesperre fallen lässt. Die Preis-Ansage von 499 Euro bleibt unverändert.
„Ihr habt uns erzählt, wie sehr ihr die Flexibilität liebt, die ihr heute mit Spielen auf Disc habt. Die Möglichkeit diese Spiele nach eurem eigenen Ermessen zu verleihen, teilen und weiterzuverkaufen ist von unglaublicher Bedeutung für euch. Auch die Freiheit, egal wie lange und egal wo auf der Welt offline zu spielen, ist euch wichtig„
Damit reagiert Microsoft auf den immensen Druck seitens der Community. Die auch gleich mit Spot antwortete. XBOX ONE 80 – also Xbox 180 wird die Konsole seit gestern im Internet aufgrund der 180° Wendung von Microsoft genannt.

- Die XBOX ONE benötigt keine Online-Verbindung alle 24h, sondern nur bei der erstmaligen Inbetriebnahme.
- Games können ohne Onlineverbindung gespielt werden, wie bei der Xbox 360. Mit Disc im Laufwerk
- Downloadgames können auch ohne Internetverbindung gespielt werden
- Spiele können untereinander getauscht werden
- Einen Regiolock wird es nicht geben – Importspiele sind also kein Problem.
„Wir haben zugehört und wir haben Laut und Deutlich aus eurem Feedback herausgehört, dass ihr das beste aus beiden Welten wollt“
So die Erklärung zu den Änderungen. Was denkt ihr? Zieht die XBOX One (80) wieder mit der Playstation 4 gleich? – schreibts uns!

Sauber! 🙂
MS hat wohl Angst bekommen. Diverse Umfragen und Verkaufscharts haben die Kritik ja bekräftigt. Mir ist es eigentlich egal, da für mich diese zwei Punkte keine Rolle spielen. Schade wiederum ist aber, dass die Spiele wieder im Laufwerk sein müssen.
Ja, so geht es mir eigentlich auch, aber wegen jenen Restriktionen wurde die Xbox One in meinem Freundeskreis ziemlich verrissen und wenn keiner von diesen auf die neue One umsteigt brauch ich auch nicht unbedingt eine.
Außerdem geht zu viel „gefährliches Halbwissen“ herum, was sehr rufschädigend ist.
Finde ich ziemlich gut.
Schade finde ich allerdings, dass an Stelle von Dankbarkeit nur Spott und Häme in Richtung MS wandern…
Das stimmt schon. Immerhin hören sie im Endeffekt doch auf die Reaktionen der Kunden. Bei der Drosselung von der Telekom sieht es (noch) anders aus, wobei man den Kunden auch etwas entgegen gekommen ist.
Es geht nur ums Geld nicht um die Meinung der Kunden und sobald ein BWL’er errechnet das es so oder so mehr Geld bringt ändert man sein Vorhaben
ein trauriger Tag für die XBox One!
Das ursprüngliche System hätte so viele Vorteile gebracht:
– Family:10User nutzen die gleiche Spiele (inkl. DLC’s!!!) unabhängig von der Box/Ort zur gleichen Zeit
– Share: Ich kann Spiele kostenlos meinen Freunden online leihen, sofern sie länger als 30Tage meine Freunde sind. Dazu muss ich nicht erst diese dämliche Disk von Punkt A nach Punkt B bringen. Nein das wäre online gegangen und hätte keine 10 Sekunden gedauert. Und wenn ich mein Spiel wieder zurück will, hätte ich es mit einem „klick“ wieder gehabt, anstatt erst meinen Freund anbetteln zu müssen, mir meine Disk wieder zu bringen. Und mal ehrlich, meine Freunde sind seit Jahren in meiner Freundesliste, die 30 Tage jucken mich da nicht die Bohne.
– Diskless: einfach das Spiel starten, egal auf welcher Konsole. Wenn ich jetzt im Schlafzimmer was zocken will, darf ich wieder runter ins Wohnzimmer latschen um die dämlich Disk zu holen. Wenn Sie dann am noch in der Box im Wohnzimmer ist, muss ich die auch noch erst einschalten…das ist so Steinzeit
– alle 24h einmal online: pah, gleich muss ich lachen. Meine Box (und ich wette die meisten der Boxen, derer die sich darüber beschwert haben) hängt ohnehin 24h am Kabel.
Wenn man dann noch bedenkt, dass ein Shitstorm ein reines Online-Phänomen ist, sagt uns das doch vorallem eines: Die, die daürber am meisten jammern, haben einen Internetzugang und führen Ihre Aktion damit irgendwie ad absurdum. So nach dem Motto: Ich will keine Straßen, also gehe ich jetzt auf die Straße um dagegen zu protestieren.
Ich hoffe MS überlegt sich das nochmal und bringt wenigstens für die Download-Inhalte das ursprüngliche System.
Es gibt tatsächlich auch einige Nachteile, aber für die meisten Menschen wird es deutlich positiv sein. Vielleicht findet Microsoft einen Weg, beide Systeme umzusetzten. Vielleicht kann man quasi den Konsolentyp wechseln, damit die Funktionen wieder da sind. Microsoft hat aber noch etwas Zeit, sich darum zu kümmern.
Das blödsinnigste was ich seit langem gelesen habe.
Wo hast du denn das „Share“ Argument her? Bisher ging es da darum, dass man genau EINMAL ein Spiel VERSCHENKEN hätte können, wenn dieser min. 30 Tage auf der Freundesliste stand. Kein Zurückgeben, kein weiterverschenken.
Also meine hängt am WLAN 😉 Sonst hast du schon recht, es gehen auch Möglichkeiten verloren. Muss halt jeder wissen was er braucht. So ist es halt genauso wie mit der Alten.
Ich gebe dir da voll und ganz Recht. Es wäre ein riesiger Schritt nach vorne. Das System bringt sehr viele Vorteile und Möglichkeiten für die Zukunft. Leider wurde es versäumt über die Vorteile besser zu informieren. Da hat das Marketing geschlafen 😉
Eine Mischung aus beiden Varianten wäre aber wohl die beste Lösung. So können die Leute, die keine oder nur eine eingeschränkte Internetverbindung haben auch rein offline spielen.
Wie so oft sollte MS den Nutzern die Wahl lassen. So kann es jeder so einstellen wie er will. Kein Regionlock und keine 24h Abfrage finde ich persönlich sehr gut, auch wenn mich letzteres wahrscheinlich eher nicht treffen würde wenn es kommt. Sein muss es trotzdem nicht.