Microsoft erwirbt mit Low-Cost Nokia Handys riesiges Marktpotential für eigene Softwaredienste
Nokia steht nicht nur für Lumia Smartphones mit Windows Phone 8, sondern auch für Low-Cost Smartphones in Entwicklungsländern. So hat Nokia beispielsweise unlängst das Nokia 108 veröffentlicht, ein einfaches Handy für 29 USD. Das etwas ältere Nokia 105 kostet sogar nur 15 EUR.
Das nun vorgestellte Nokia 108 verfügt über eine 0,3 Megapixel VGA-Kamera für Fotos sowie Videos. Das Gerät wird es in der Standard- sowie in einer DUAL-SIM-Ausführung geben. Fotos, welche mit dem Handy gemacht werden, können auf der integrierten microSD-Karte ausgelagert und dank microSD-Slot getauscht werden.
Das Gerät verfügt ferner über eine für uns Smartphonenutzern ungeahnte Akkulaufzeit von 31 Tagen (Singe-SIM) bzw. 25 Tagen (Dual-SIM) Standby-Zeit. Darüber hinaus ist der Akku auch austauschbar. Das 1,8 Zoll Display löst mit 128 x 128 Pixel auf und verfügt über 65.000 Farben. Bluetooth sowie Mediaplayer und FM-Radio runden die Features ab.
Nun wer sich jetzt fragt, wieso hier etwas zu solch einem Low-Cost Handy steht …
… Im Zusammenhang mit der Übernahme der Nokia Gerätesparte hat sich Microsoft nicht nur das Knowhow und Geräte- sowie Patente-Portfolio der Lumia Smartphones sondern auch die Low-End-Smartphones einverleibt.
Diese Handys laufen nicht mit Windows Phone, wie Microsoft allerdings unlängst bekanntgegeben hat, will der Konzern mit besagten Geräten die Verbreitung eigener Dienste pushen. Terry Myerson (Vice President der Operating Systems Group bei Microsoft) spricht dabei von mehr als 1,3 Milliarden Menschen, die ein Nokia Handy nutzen. In diesen Märkten wird Nokia dabei oft als Gattungsname für Mobiltelefon verwendet (Vgl. bei uns Tempo für Papiertaschentuch oder Aspirin für Schmerztablette …). Aus diesem Grund wird Microsoft dies fortführen, oftmals ist der Name Microsoft den Menschen sogar gänzlich unbekannt, so Myerson. Weiter sagt er, dass das Mobiltelefon für besagte Zielgruppe oftmals der erste „Personal Computer“ ist.
Mit diesen Geräten wird Microsoft zukünftig eigene Dienste wie Outlook, Skype und SkyDrive in der beschriebenen Zielgruppe verteilen können. Somit erhöht sich – dank der Übernahme besagter Nokia Gerätesparte – laut Myerson die Reichweite für Microsoft-Dienste erheblich.
winfuture sowie Nokia Pressemeldung

Ohaa, da haben wir ja für Nokia eine super Einnahmequelle… Den MS darf ja nicht den Namen Nokia für neue Phones verwenden außer sie werden an Nokia zahlen (rein hypothetisch) …
Der Name Nokia in Verbindung mit diesen Low-Cost-Handys ist bereits Teil des Deals. MS darf die Nächsten 10 Jahre derartige Geräte mit dem Nokia-Schriftzug rausbringen. Erst danach wären weitere Zahlungen notwendig.
MS hat doch bereits gesagt das man den namen Nokia nicht weiter verwenden will – macht ja auch keinen Sinn
aufgrund oben dargestellter Situation in den emerging markets wäre es von MS nicht sonderlich schlau von heute auf gleich Nokia durch Microsoft zu ersetzen. Ich kann mit eher so etwas vorstellen wie „Nokia by Microsoft“ … was sich auch mit der Äußerung Myersons decken würde.
„Nokia a Microsoft Company“ finde ich gut. So in der Art versucht es auch Google mit Motorola.